Zahnärzte

Zahnarzt sein dagegen sehr…

 

Ein Zahnarzt sei „ein Taschenspieler, der während er Metall in deinen Mund hineinsteckt, Münzen aus deiner Tasche herauszieht“, konstatierte bereits im 19. Jahrhundert der amerikanische Schriftsteller und Journalist Ambrose Bierce. Und der deutsche Fernsehmoderator Robert Lembke spottete einhundert Jahre später: „Ein Zahnarzt ist ein Mann, dem man die Zähne zeigen muss, damit er arbeitet.“

 

Wachsendes Know-how für bestmögliche Versorgung

 

Keine Frage, das „Durch-den-Kakao-Ziehen“ von Zahnärzten hat Tradition – ist es doch eine elegante Art, den eigenen Respekt vor dem nächsten Zahnarztbesuch nicht übermächtig werden zu lassen. Denn zumindest ein mulmiges Gefühl beim Klettern auf den Patientensessel hat fast jeder. Zu Unrecht, wie Vertreter der modernen Zahnmedizin finden. Schließlich ist die Zeit, in der auf jedes „Mund weit öffnen“ automatisch schmerzhafte Untersuchungen und Eingriffe folgten, lang vorüber. Dafür sind das Wissen größer, die Technik und Instrumente feiner und die Methoden minimal invasiv geworden.

 

Intensive Ausbildung

 

Der Weg zum Beruf des Zahnmediziners hat es ohnehin in sich: Hinter einem top ausgebildeten Zahnarzt von heute liegen mindestens zehn Semester Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule, das sich aus einem vorklinischen und einem klinischen Teil von je fünf Semestern zusammensetzt. Anschließend sind drei staatliche Prüfungen zu absolvieren: die naturwissenschaftliche Vorprüfung, die zahnärztliche Vorprüfung und die zahnärztliche Prüfung.

 

Nach dem Staatsexamen erhält der Zahnmediziner auf Antrag die Approbation als Zahnarzt. Etwa die Hälfte der Absolventen promoviert anschließend zum Dr. med. dent. Derzeit gibt es in Deutschland rund 87.700 Zahnärzte in Deutschland, davon ca. 54.000 Vertragszahnärzte und etwa 500 Privatzahnärzte. Der Rest sind Assistenzzahnärzte, Zahnärzte, die ihren Beruf nicht ausüben, und Zahnärzte im Ruhestand (Stand: September 2012, Quelle: wikipedia).